HATHA YOGA – Wenn Sonne und Mond miteinander verschmelzen

Hatha Yoga wenn Sonne und Mond sich miteinander vereinigen

Hatha Yoga ist ein eigenständiger, ganzheitlicher Übungsweg und der wohl am bekannteste und beliebteste bei den Menschen der westlichen Hemisphäre.

Hatha Yoga entstammt dem indischen Yoga-Übungssystem. Es gibt Autoren, die behaupten sogar in den mystischen Einweihungsschulen des alten Ägypten wurde den neophyten schon Asanas und Pranayama beigebracht. So scheinen die Wurzel des Hatha Yoga wohl noch wieter zurückzuliegen als bis in die vedische Zeit.

Das Ziel des Hatha Yoga ist, die schlafende Kundalini im Basis Chakra zu erwecken und den zentralen Kanal in der Wirbelsäule (Sushumna Nadi) Chakra für Chakra nach oben ins Sahasrara Chakra zu führen. Hier vereinigt sich Shakt mit Siva wieder, die individuelle Seele mit dem Absoluten. Es ist ein Weg mit dem Ziel der spirituellen Erfahrungen und der ultimativen Vereinigung von Energie und Bewußtsein, Materie und Geist, dem höchsten Gipfel spiritueller Erkenntnis, der Unio Mystika.

Hatha Yoga vereint alle Aspekte des menschliches Seins.

Hatha Yoga. Was bedeutet das?

  • HA bedeutet SONNE
  • THA bedeutet MOND

Diese beiden Begriffe repräsentieren die gegensätzlichen, bipolaren Eigenschaften wie: männlich-weiblich, hell-dunkel, gut-„böse“, außen-innen, warm-kalt, schön-häßlich.


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Der prinzipielle Weg des Hatha Yoga

Aus der Zusammenführung der Gegensätze, ihrer repräsentativen Energie in den Nadis (vorrangig IDA und PINGALA) soll ein dritte, hochkarätige Energie erzeugt werden, die die mystische, latent in uns schlummernde Kraft (KUNDALINI) erweckt und durch einen feinstofflichen Kanal in der Wirbelsäule (SUSHUMNA) nach oben geführt wird. Auf ihrem Weg nach oben öffnet die Kundalini (Shakti) die verschiednen CHAKRAS, bis sie sich im SAHASRARA CHAKRA mit dem höchsten Bewußtsein (SIVA, Paramatman, Brahman, das Absolute) vereint.

Mit dieser Wiedervereinigung durch den Weg des Hatha Yoga, der Hochzeit von Siva und Shakti, ist das Ziel des Hatha Yoga erreicht.

Die vier Yoga Arten
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Der Ursprung des Hatha Yoga, Quellentexte und Rishis

Der Hatha Yoga (wie übrigens alle anderen Yogawege auch) gründen auf klassischen, orthodoxen Schriften, den sogenanten Quellentexten.

Die weisen Yogis Goraksha und Matsyendra, Anhänger der Sekte der Naths, sollen in der nachchristlichen Zeit die Techniken des Hatha Yoga ausgearbeitet haben. Unglücklicherweise ist eine ursprüngliche Fassung Gorakshas mit dem Titel „Hatha Yoga“ im 10. Jahrhundert bis dato verloren gegangen. Mit einem zweiten Werk, dem Goraksha-Sataka, ließen sich Inhalte jedoch wieder zurückgewinnen.

 

Die Bhagavad Gita. Gesang des Erhabenen
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Das wohl bekannteste Grundlagenwerk für den Hatha Yoga ist die aus dem 15. Jahrhundert stammende HATHA-YOGA-PRADIPIKA von Swatmarama. Sie nimmt direkten Bezug auf die Werke von Goraksha und bildet die praktische Übungsgrundlage für die Mehrheit an Hatha Yoga Schulen in Indien. Gheranda- und Shiva-Samhita sind sekundäre Schriften und erfüllen eine ergänzende Funktion.


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Die Pfeiler des Hatha-Yoga oder die 10 göttlichen Methoden

Die Pfeiler des Hatha Yoga könnten als Stufen der successiven Transformation betrachtet werden. Sie beginnt mit einer Korrektur des Denkens, Selbstkontrolle sowie Übungen des Körpers und der Psyche:

  1. Selbstkontrolle: a) Schutz vor den sechs unheilbringenden Eigenschaften b) Entwicklung der sechs konstruktiven Verhaltensweisen
  2. Asanas – Körperpositionen
  3. Anna – Ernährung
  4. Shat Kriyas – Reinigung
  5. Bandhas – Verschlüsse
  6. Mudras – Siegel
  7. Pranayama – Atemlenkung
  8. Drishti – Konzentrationtechniken
  9. Nada-Anusandhana – Wahrnehmung u. Konzentration auf den inneren Ton
  10. Samadhi – die Verschmelzung mit dem Absoluten

Visualisierungen, Konzentration und Meditation ein yogisches, umsichtiges Verhalten und Selbstkontrolle – also das was einen guten Hatha Yogi ausmachen – fördern ein erfülltes, erfolgreiches und glückliches Leben. Sie schaffen die Grundlage für das eigentliche spirituelle Gebäude des Hatha Yoga mit dem Ziel: Die Rückverbindung mit der eigenen seelisch-spirituellen Dimension, was den Übenden zu einem freien, verwirklichten Wesen machen, dessen Licht und mitfühlende Liebe auch heilsam und inspirierend für seine Mitmenschen und nähere Umgebung ist.

Hatha Yoga im Westen

Bei uns im Westen erfeut sich Hatha Yoga immer noch steigender Beliebtheit. Mittlerweisle existieren schon nahezu unendlich viele Variationen des klassischen Hatha Yoga. Viele sich selbst als motiviert und erfolgreich sehende „Yogis“ scheinen ihren eigenen Stil kreieren zu müssen. Man bedenke nur, dass sich der Hatha Yoga viele Jahrhunderte mit Erfolg in seiner traditionellen Form gehalten hat (ohne Veränderungen!!). Sogar in den Einweihungsschulen des Alten Ägypten finden sich Belege für eine Hatha Yoga ähnliche Praxis. Von daher liegt der Verdacht nahe, den traditionellen Weg des Hatha Yoga zugunsten von effizenterem Marketing, höherem Ansehen in der Yogaszene und Profilierungdrang extrem zu verwässern.

Yoga-Übungs-Matten sind eine wichtige "Grundlage" für ein gelungenes Üben.
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Kundalini Yoga & Co.

Kundalini Yoga ist eine Weiterentwicklung bez. Verfeinerung des Hatha Yoga. Ein erfolgreiches Üben des Hatha Yoga birgt in sich eine immer essentieller werdende Anwendung von immer effektiveren Techniken zur Erweckung der Kundalini. Es versteht sich von selbst, das derart wirkungsvolle Praktiken ausschließlich unter der Leitung eines erfahrenen Lehrers oder Meisters durchzuführen sind.

Der Unterschied zwischen Hatha Yoga und Fitnessprogrammen

Anders als bei vielen Sportarten und Fitness sind Ergeiz und leistungsorientiertes Handeln fehl am Platz. Stattdessen entscheidet sich der Hatha Yoga Übende für eine entspannte und gelassene Atmosphäre.

Gesundheitliche Nebeneffekte des Hatha Yoga

Die Anwendung der Hatha Yoga Methode birgt in sich eine Vielzahl von positiven und gesundheitlichen Aspekten. Unter anderem bedeutet es:

Körperliches Wohlbefinden, Gesundheit und „Verjüngung“

Unumstritten sind die vorteilhaften Konsequenzen regelmäßigen Übens:

  • Stärkung des Nervensystems
  • Kräftigung der Haltemuskulatur
  • Mobilisierung der Wirbelsäule
  • Flexibilität und Beweglichkeit von Gelenken
  • Anregung des endokrinen Drüsensystems
  • Aktivierung und bessere Durchblutung innerer Organe – u.v.m.

Tiefe Regenerierung

Die Sammlung der Gedanken und die daran gekoppelte Entspannung führen zu einer tiefgreifenden Regenerierung des Körpers.

Reinigung des physischen und mentalen Körpers

Gedanken und Empfindungen (die im zeitlichen Zusammenhang des Übens auftauchen) werden Anlass für eine nähere Betrachtung. Verdrängte Gefühle und Traumen aus früheren Lebensphasen können noch einmal durchlebt und in einem heilenden Licht neuen beurteilt und aufgelöst werden.

Durch ausübung der Yoga Arten entsteht höchste Freude
Durch ausübung der Yoga Arten entsteht höchste Freude

Freude durch Energie

Der Energiefluss wird angeregt und ausgeglichen, was sich in einem durchdringenden Wohlgefühl und intensiver Freude äußert.

Die Sinneswahrnehmungen werden feinstofflicher und lassen uns die – oft verborgene – Schönheit der Welt bewusster erkennen.

Mehr Kraft

Das Energiepotential erhöht sich spürbar. Der Yogaübende ist den Herausforderungen des Lebens besser gewachsen und kann auf Härten und Negativität seitens seiner Umwelt mit positiver, konstruktiver Kraft reagieren.

Wer kann Hatha Yoga üben?

Yoga allgemein ist als eine Art Wissenschaft von Körper, Geist und Seele zu verstehen. Obwohl Yoga aus dem Hinduismus entstand ist es keine Relgion. Aus selbigem Grund ergibt sich, dass Yoga von allen Personenkreisen und Altersstufen praktiziert werden kann, unabhängig von gesellschaftlicher Position und religiösen, politischen Einstellungen.

Anzumerken ist jedoch, dass das Hatha Yoga System aus sehr komplexen und hochenergetischen Übungen besteht. Ein vorhergehendes Körper-Checkup und dosierte Herangehensweise ist in jedem Fall empfehlenswert, um gesundheitliche Schäden oder Verschlechterungen zu vermeiden, – gerade im Bereich der Wirbelsäule, den Augen (bei Umkehrpositionen), bei älteren Personen und Schwangeren.


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