Power of Pranayama – Wie du mit Hilfe der Atmung deine Lebenskraft meisterst

Power of Pranayama

Power of Pranayama: Wie du mit Hilfe der Atmung deine Lebenskraft meisterst

  • Pranayama ist in Hatha- und Kundalini Yoga eines der wichtigsten Praktiken zur Erweckung höherer spiritueller Kräfte.
  • Prana ist die Lebenskraft und Energie in allen existierenden Wesen und Dingen.
  • Indem du lernst, die Lebensenergie durch Pranayama zu beherrschen, erlangst du außerdem die Kontrolle über deine Körperfunktionen, Gedanken und Gefühle.

Einleitung

Pranayama ist eine exakte Wissenschaft. Der Atem ist die grobstofflichste Manifestation des Prana. Durch gezielte Kontrolle des Atemvorgangs befähigst du dich, die inneren feinstofflichen Energieströme, Prana, zu kontrollieren.

Kontrolle des Prana bedeutet die gleichzeitige Beherrschung des psychischen Organs (Chitta, Psyche).

Prana belebt alles Existierende. Es ist auch jene Kraft, die unseren Geist belebt und die Voraussetzung für sein Funktionieren bildet. Über die Kontrolle des inneren Prana mittels Pranayama (Atemkontrolle) erlangst du gleichzeitig perfekte Kontrolle über alle inneren physiologischen Vorgänge deines Körpers.

Durch die Praxis des Pranayama reinigst du deine Psyche von allen Blockaden und verfeinerst deine Sinnesfunktionen.

Das Hauptziel des Pranayama ist jedoch Prana mit Apana (verschiedene Manifestationen des Pranas im Körper – siehe dazu weiter unten) zu vereinigen, Kundalini (die latent in uns schlummernde mystische spirituelle Kraft) zu erwecken und nach oben ins Kronenchakra zu führen.

Pranayama und Raja Yoga

Pranayama ist das vierte Glied des Ashtanga Yoga (Raja Yoga nach Patanjali), nach „Asana“ der Körperhaltung, die über einen längeren Zeitraum unbeweglich, statisch und entspannt eingenommen wird. Siehe auch HATHA YOGA

Mit Pranayama kannst Materie beinflussen und Heilen
pixabay: fractal-1793218_640

Was ist Prana?

Laut Swami Sivananda ist Prana die Summe (oder besser gesagt: die Quintessenz) aller im Universum manifestierten Energien.

Das Universum setzt sich zusammen aus Raum (Akasha) und Prana (Energie) Wenn Prana auf die feinstoffliche Materie der Akasha einwirkt, entstehen die unendlichen Formen des Universums. Das deckt sich auch mit den Erfahrungen der Quantenphysik, insoweit als das Materie unter bestimmten Voraussetzungen eine Erscheinungsform der Energie ist.

Verschiedene Ausdrucksformen des Prana

Ohne Prana gibt es kein Leben. Alle Bewegungen, Magnetismus, elektrische Energie, Gravitation, – sie alle sind Ausdrucksformen des Prana. Mit Pranayama-Atem-Techniken erlangst du Kontrolle über deine eigenen Energien und anderer Erscheinungsformen des Prana.

Prana kann gespeichert werden

Die Yogis behaupten, dass Prana im Nervensystem und besonders im Solar Plexus gespeichert werden kann. Durch seinen Willen und die Kraft seiner Gedanken kann er diesen Pranastrom lenken. Damit besitzt der einen bewußten Schlüssel zu den Quellen des Lebens.

Wo befindet sich Prana?

Eine bedeutende Quelle ist unsere Atmosphäre. Vermittler dieses kosmischen Pranas sind die negativen Ionen (elektrisch geladenen Teilchens eines Atoms/Moleküs). Ionen sind die eigentlichen Energielieferanten der Zellen.

Wovon ist der Pranagehalt abhängig?

In der Atmosphäre ist der Pranagehalt abhängig von: Sonnelicht, kosmischer Strahlung, Feinstaub, Rauch, Nebel und geografischen Einflüßen. Sie stellen eine zunehmende Behinderung des frei fließenden Pranas dar.

Die verschiedenen Pranas und ihre Funktionen

Es befinden sich fünf Hauptströmungen des Pranas im Körper:

  1. Prana mit Sitz in der Herzgegend. Es strebt nach oben. Seine grobstofflichte Manifestation ist der Atemvorgang.
  2. Apana: Es strebt nach unten. Seine grobstofflichte Manifestation ist die Ausscheidung.
  3. Samana ist für die Verdauung verantwortlich.
  4. Udana kontrolliert den Schluckvorgang. Läßt dich einschlafen und trennt den Astralkörper vom physischen beim Zeitpunkt des Todes.
  5. Vyana ist für den Blutkreislauf verantwortlich.

Desweiteren existieren fünf untergeordnete Pranas; ebensfalls mit spezifischen Aufgaben im Körper. Prana kann von geübten Yogis in den verschiedenen Körperregionen zu den verschiedensten Zwecken konzentriert werden.

Die erste Stufe: Reinigung des Körpers und der Sinne

Unser Körper und die Funktion der Sinne bedürfen einer tiefgreifenden Läuterung um das höhere Selbst zu erfahren und sich mit ihm rückzuverbinden (das Ziel des Yoga). Im Rahmen der Hatha Yoga / Kundalini Yoga Praxis ist es das Ausüben von intensivem Pranayama um dieses erste Stufe zu erlangen.

Die Nadis

Nada = Klang. Gemeint sind feinstoffliche, den Nerven ähnliche Energiebahnen im menschlichen Körper – jedoch ätherisch. Besser bekannt sind diese Energiebahnen, in denen unsere Lebensenergie zirkuliert als Meridiane aus der chinesischen Medizin.

Um im Körper aktiv werden zu können, benötigt Prana festgelegt Kanäle, ähnlich wie auch elektrischer Strom Kabel mit elektrischen Leitern benötigt um fließen zu können.

Wieviel Nadis gibt es?

Die dem Hatha Yoga zugrundeliegenden Schriften sprechen von 72.000 Nadis welche den ganzen Körper umspannen. Es wird mit dem physischen Nervensystem verglichen, obgleich es nicht mit dem physischen Auge wahrnehmbar ist.

Große Potentiale werden nicht genutzt

Von vielen Menschen werden brachliegende Potentiale der Nadis nicht genutzt. Das Resultat sind eine verminderte Energiezirkulation und ein psychisch-physisches Ungleichgewicht in der Persönlichkeit.

Nadis reinigen und offen halten

Notwendige Voraussetztungen um die Nadis zu reinigen und offenzuhalten und das volle Potential zu altivieren sind:

  • Gesunde, vitalstoffreiche Ernährung (idealerweise reine, sattvige, yogische Ernährung)
  • Ethischer Verhaltenkodex nach der Maxime von Swami Sivananda: „Sei gut! Tue Gutes!
  • Den Lebensstil so einfach wir möglich zu halten
  • Ein harmonisches, ausgeglichenes, glückliches Leben. Dazu gehören auch Stress und Hektik zu vermeiden. Sich außerdem nicht zu viel an Verpflichtungen aufzubürden.
  • Viel frische Luft
  • Yogapraxis und Meditation allgemein
  • Entspannung und ausreichend Schlaf

Ida und Pingala Nadi

Sie sind die beiden wichtigsten Nadis im feinstofflichen System.

IDA enspricht:

  • Linkes Nasenloch
  • Parasymphatikus
  • Intuitive Gehirnhälfte
  • Mondqualiät
  • weiblich, nährend, kühlend, verlangsamend
  • Ayurveda Doshas: Kapha

PINGALA entspricht:

  • Rechtes Nasenloch
  • Symphatikus
  • Rationale Gehirnhälfte
  • Sonnenqualität
  • Männlich, erwärmend, aktivierend, beschleunigend
  • Ayurveda Doshas: Pitta

Der Wechsel des Atemstroms

Alle zwei Stunden wechselt der Atemfluß!

Von vielen Menschen kaum bewußt wahrgenommen, wechselt der Atemfluß – und die damit verbundene Aktivität von Ida und Pingala – ca. alle zwei bis drei Stunden. Vorausgesetzt: der Mensch ist gesund! Physische macht es sich in einem leichten Anschwellen der Nasenschleimhaut bemerkbar. Probier es doch gleich einmal aus und teste, welches Nasenloch gerade weiter geöffnet ist als das andere. Probier in einigen Stunden nochmals. Du wirst es sicherlich bestätigen können.

Übrigens: Eine stark michproduktlastige Ernährung mit viel Milch, Joghurt, Käse, Quark u.a. Milcherzeugnissen bewirken ein stärkeres Anschwellen der Nasenschleimhäute, sodass ein freier Fluß des Atemstrom oft nicht optimal möglich ist. Das kann sich ungünstig auf das Immunsystem und die energetische Versorgung des Körpers auswirken und somit die Ursache für Erkrankungen darstellen.

Sushumna Nadi

Der dritte im Bunde der wichtigen Nadis ist die Sushumna. Genau wie die anderen Nadis befindet sich Sushumna Nadi im ätherischen (Energie) Körper. Seine physische Entsprechung ist ein feiner Kanal im Rückenmark der Wirbelsäule. Er ist der vitalste Teil des Körpers, der himmlische Weg, der Spender der Unsterblichkeit.


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Spirituelle Prozesse während des Pranayamas

Mittels Pranayama soll eine Reinigung der Nadis stattfinden. In zweiter Instanz eine „Gleichschaltung“ der Funktion von Ida und Pingala. Desweiteren ein Verschmelzen von Prana (aufwärtssteigender Energie) und Apana (ein abwärts tendierende Energie). Ziel mit diesem ganzen Vorgang des Pranayamas ist eine Aktivierung der Kundalini Energie (mystische spirituelle Kraft) und sie nach oben in das Kronenchakra zu führen. Auf ihrem Weg erweckt sie die einzelnen Chakren, die jedes für sich den Praktizierenden eine immer größer werdende Dimension des Seins erfahren läßt .

Unio Mystika – die himmlische Hochzeit

Das spirituelle Ziel ist erreicht. Der Zweck unzähliger Inkarnationen und Wiedergeburten ist erfüllt. Das Individuum hat sich mit der Quelle allen Seins, dem Ursprung der Schöpfung wiedervereint.

Vorbereitungen für die Durchführung von Pranayama

Vor dem Üben sind einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Du solltes körperlich gesund sein. Zumindest keine gravierenden Erkranken haben, speziell im Atmungsapparat, Lunge, Zwerchfell. Um sicher zu sein, kläre es mit deinem behandelnden Arzt ab!
  • Emotional solltes du dich ausgeglichen fühlen.
  • Der Atemstrom sollte in beiden Nasenlöchern frei fließen können.
  • Mit vollem Magen solltes du nicht üben. Zwei bis drei Stunden nach der Mahlzeit ist in den meisten Fällen in Ordnung.
  • Wähle eine saubere, gut gelüftetes Zimmer, in dem du für die Zeit deines Pranayamas ungestört üben kannst. Auch das Handy ruhig mal ausschalten wenn du keinen dringenden Anruf erwartest.
  • Für die Durchführung wählst du vorzugsweise einen Sitz mit gekreuzten Beinen. Sitzend auf einem Stuhl geht ebensfalls gut und stellt kein Hinderniss für die Ausübung von Pranayama dar. In diesem Fall sollten die Füße flach am Boden sein.
  • Pranayama-Übungen sollten immer entspannt und locker durchgeführt werden.
  • Tritt Unwohlsein auf, beende deine Übungen und reduzieren in Zukunft die Intensität und Übungslänge bis du wieder „nachlegen“ kannst. Da Pranayama je nach Intensität eine starke Reinigung mit sich bringt, können schon mal „dunkle Wolken am Himmel aufziehen“, die jedoch auch wieder weiterziehen und die Sonne weider scheint.
  • Spirituelle Meister empfehlen auch ein kurzes Gebet und/oder einiges Mantras vor Beginn der Pranayama-Übungen.
  • Wichtig ist, die Wirbelsäule gerade zu halten. Der ganze Körper bleibt während des Übens vollkommen entspannt und ruhig.

Die Ausübung von Pranayama gliedert sich in drei Segmente

Die meisten Pranayamatechniken unterteilen sich in die Phase der Einatmung, Phase des Anhaltens, Phase der Ausatmung:

PURAKA: Es ist die Phase der Einatmung (Absorption). Sie geschieht langsam, gleichmäßig und vollständig aber bequem.

KUMBHAKA: die Phase des Atem-Anhaltens. Die Wirkungen von Kumbhake während deiner Pranayamas sind:

  • Energie aufladen
  • Geist wirkungsvoll fixieren
  • Bessere Aufnahme von Prana
  • Besserer Gasaustausch innere und äußere Atmung
  • Erhöht CO2 Gehalt im Blut was in meditativen Beweußtseinszustand führt
  • Sorgt für bessere Durchblutung des Gehirns durch Aktivierung der brachliegenden Blutgefässe (besseres Gedächtnis, stärkere Konzentration, erhöhte Geistesaktivität)
  • Kundalini erwecken

RECHAKA: Die Phase der Ausatmung. Sie geschieht wie bei der Einatmung: langsam, tief, ruhig und vollständig.

Pranayama. Die yogische Wissenschaft von der Beherrschung der Lebensenergie
Ohne copyright. Bild von Pixabay. Pranayamaübender

Die drei Bandhas

Kombiniert werden die Pranayamas mit den drei Bandhas. Die Bandhas sind Verschlüsse, die körperlich gesetzt werden um die Pranas (Prana und Apana) zu verbinden, in den Kanal der Sushumna eintreten zu lassen und den Energiestrom nach oben zu führen.

Welche Pranayamas gibt es?

Basics in der Kunst des Pranayama sind:

  1. Nadi Shodhana: sie klären die Nadis von starken Verunreinigungen. Aufbauen darauf:
  2. Anuloma Viloma. die alternierende wechselseitige Atmung mit Rhythmus und Atemanhalten (Kumbhaka). Aufbauend auf diesen wird geübt:
  3. Ujjyai, Surya Bheda, Chandra Bheda, Bhastrika, Sitali, Brahmari, Seetkari u.a. Sie zeigen verschiedenes Wirkspektrum und werden für verschiedene psycho-spirituelle Zwecke ausgeübt.

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Außerdem bist du herzlich eingeladen an Kursen und Seminaren teilzunehmen.


 

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