Bhagavad Gita. Praktische Weisheiten zur Lösung aktueller Konflikte

Die Bhagavad Gita. Gesang des Erhabenen

Bhagavad Gita. Der Gesang Gottes

Die Bhagavad Gita ist der „Gesang Gottes“.  Er ist ein Zwiegespräch zwischen Arjuna und Krishna und stehen repräsentativ für Gott und den Menschen oder Lehrer und Schüler.

Was ist die Bhagavad Gita?

Sie ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus und des Yoga. Sie ist Brahma Vidya (Das Wissen um Brahman) und Yoga Shastra (Praxis des Yoga).

Die Bhagavad Gita bildet mit den Upanishaden und den Brahma Sutras die drei Grundpfeiler des Vedanta. Sie ist bestrebt, die verschiedenen damaligen Denkschulen wie Vedanta, Yoga, Brahmanismus zu synthetisieren. Die Bhagavad-Gita wird als die Quintessenz der Veden betrachtet und ist wohl weltweit eines der bedeutendsten literarischen Werke.

Krishna, die bedeutendes Inkarnation des Hinduismus

Der große Lehrer der Bhagavad Gita ist Krishna, einer der am meist verehrtesten Avatare Indiens. Sein Geburtstag – Krishna Janmashtami – fällt meist in den August.

Krishna als Kuhhirte
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Viele große Gelehrte und Philosophen des Abendlandes haben sie studiert und kommentiert.

Sie besteht aus 18 Kapiteln und 700 Versen und bildet den Mittelteil (Bishma Parva) des berühmten Mahabharata Epos, der den Kampf zweier arischer Stämme, den Pandavas und den Kauravas beschreibt.

Srimad Bhagavad Gita
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Wer ist der Verfasser der Srimad Bhagavad Gita?

Der Verfasser des Mahabharata (und somit auch der Bhagavad Gita) ist Veda Vyasa, der ca. 3000 vor unserer Zeitrechnung gelebt haben soll.

Wo fand die Unterweisung in Form von der Bhagavad Gita statt?

Den Rahmen des Dialoges zwischen Krishna, dem göttlichen Lehrer und Arjuna, dem Suchenden und Schüler, bildet der bevorstehende gewaltsame Konflikt auf dem Schlachtfeld zu Kurukshetra, nördlich des heutigen Neu Delhi.

Die drei Sektionen der Bhagavad Gita

  • 1. – 6. Karma Yoga, der Weg des Handelns.
  • 7. – 12. Bhakti Yoga, der Weg der Hingabe und Liebe zum Göttlichen.
  • 13. – 18. Jnana Yoga, der Pfad der Erkenntnis

Ein „Raja Yoga-Anteil“ läßt sich im sechsten Kapitel erschließen, wo es um die Notwendigkeit der Geisteskontrolle und um die Methode der Meditation geht.

Shrimad Bhagavad Gita (Gebundene Ausgabe)


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Die Vorgeschichte zur Bhagavad Gita

Die Vorgeschichte zur Bhagavad Gita ist in sehr schönen und lehrreichen Erzählungen des Mahabharata Epos nachzulesen.

Mahabharata: Kurzfassung (Gebundene Ausgabe)


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Pandu und Dhritarashtra sind Brüder. Dhritarashtra ist blind. Pandu ist in der Thronfolge. Ihn zieht es jedoch in den Wald und übergibt Dhritarashtra den Thron.

Pandu bekommt insgesamt fünf Söhne, die später als die „fünf Pandavas“. Die Nachkommen mit seiner ersten Frau Kunti sind Yudhishthira, Arjuna und Bhima. Mit Madri, seiner zweiten Frau, ist er Vater der Zwillinge Nakula und Sahadeva.

Dhritarashtra hat ebenfalls Söhne, – Hundert an der Zahl: die Kauravas. Unter ihnen ist der übelgesinnte und machtbesessene Duryodhana.

Pandu stirbt noch während seine Söhne sehr jung sind.

Die Pandavas werden daraufhin am Hof ihrers Onkels, Dhritarashtra, gemeinsam mit den Kauravas, großgezogen. Sie haben die gleichen verehrungswürdigen Lehrer und Ausbilder, durch die sie in die vorgeschriebenen Ritualen, die Traditionen und Gebräuchen als auch in der Kunst der Kriegsführung unterweisen. Sie alle wurden durch ihre Geburt in die Kriegerkaste (Kshatrias) hineingeboren.

Aufgrund von Eiferüchteleien, Verfolgungen und Schmähungen seitens der Kauravas, erleiden die Pandavas viel Unrecht und verlassen den Hof ihres Onkels.

Sie heiraten Draupadi und erhalten von Dhritarashtra die Hälfte des Königreiches. Indraphrashta wird ihre Hauptstadt und ein großes Fest (Jayasuya) wird gefeiern, zu dem auch die Kauravas eingeladen sind.

Verhöhnt, nun von den Pandavas, kehren die Kauravas mit einem Gefühl der Vergeltung an ihren Hof zurück.

Yudhishtira, der einst geschworen hat jede Herausforderung zu einem Wettkampf anzunehemen, wurde daraufhin von Duryodhana zu einem getürkten Würfelspiel eingeladen, bei dem sie ihr ganzes Reich verlieren und wo auch ihre Frau Draupadi in aller Öffentlichkeit beleidigen, gedemütigt und unwürdig behandeln wird.

Eine weitere Auflage ihrer Niederlage: Sie müssen für 12 Jahre ins Exil und das 13. Jahr müssen sie inkognito verbringen.

Nach Beendigung dieser Zeit verlangten die Pandavas ihren rechtmäßigen Besitz zurück. Dhritarashtra aber konnte seinen übel gesinnten Sohn Duryodhana nicht davon überzeugen, den Pandavas ihren Anteil am Königreich zurückzugeben.

Verhandlungen, den Konfikt friedlich zu lösen scheiterten und selbst Krishna, ein guter Freund und verbündeter beider Parteien, konnten das bevorstehende Blutvergießen nicht verhindern.

So war ein offener Kampf, ein Krieg, zwischen den beiden Verwandtschafts-Parteien unvermeidlich.

Krishna mit Arjuna im Streiwagen vor der Schlacht
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Krishna erklärte sich bereit, seinem Freund Arjuna in dieser Schlacht als Wagenlenker zu dienen. Unmittelbar vor Beginn der Schlacht ließ Arjuna seinen Streitwagen von Krishna in Mitten der beiden Heere plazieren. Der Anblick seiner verehrungswürdigen meister, seiner Verwandschaft und seiner Brüder ließen Arjuna plötzliche an der Notwendikeit des Krieges zweifeln und versinkt daraufhin in eine tiefe Niedergeschlagenheit.

An dieser Stelle, und an diesem Punkt tiefer Verzweiflung, beginnt die Einweihung in die tiefen Geheimisse des Selbstes, des Universums und Brahmans, des Absoluten, durch Krishna, dem Avatar.

Die innere Bedeutung der Bhagavad Gita

Die verschiedenen, in der Schlacht des Mahabharata, vorkommenden Charaktere repräsentieren Aspekte unserer menschlichen Psyche.

Die Schlacht symbolisiert den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, den asurischen, egoistischen Kräfte und dem höheren Selbst. Krishna verkörpert dabei das Göttliche, das höhere Selbst. Arjuna die menschliche Seele, die Befreiung sucht und sich in einem Konflikt befindet.

Das Schlachtfeld symbolisiert das Leben. Die Gegner (allesamt Verwandte und Lehrer Arjunas), gegen die Arjuna antreten muss, verkörperten die menschlichen Schwächen und Begierden, die besiegt und überwunden werden müssen.

Manche Kommentatoren skalieren die bedeutung sogar auf die Menschheit als Ganzes. So sehen sie in dieser Schlacht ein evolutionäres Aufeinandertreffen wobei Arjuna und seine Mitstreiter von Krishna, dem Avatar, angeführt und unterstützt werden.

Wir kennen diese Konfikt-Situationen auch aus unserer heutigen Zeit, wo relativ wenige, aber höchst destruktive und negative Kräfte den Großteil der Menschen versklaven und die Ressourcen der Natur für ihre eigenen Gewinne plündern.

Bhagavan Sri Krishna verspricht uns jedoch wo immer das Unrecht überhand nimmt sich von neuem als konzentrierte Kraft des universellen Wesens zu inkarnieren, die Mensch zu schützen und Dharma – Recht und Ordnung – wieder herzustellen.

Avatare helfen uns auch in unserer heutigen Zeit, wobei die meisten sich anscheinend in Form von der Göttlichen Mutter offenbaren.

Siehe auch:

Mother of the Unseen World: The Mystery of Mother Meera (Gebundene Ausgabe)


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HARI OM TAT SAT

Während der Yogaferien in Italien / Toskana vom 26. Mai – 02. Juni 2018 Behandeln wir auch spirituelle Themen unterschiedlichster Art. So auch Lehrsätze aus der Bhagavad Gita.


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